Eine gute Gleichgewichtsfähigkeit und somit eine gute Koordination sind wichtige Grundlagen für alle Sportarten.

Die koordinativen Fähigkeiten befähigen den Menschen, motorische Aktionen in vorhersehbaren und unvorhersehbaren Situationen sicher und ökonomisch zu beherrschen und sportliche Bewegungen schnell zu erlernen.

Mit der Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten kann eigentlich nicht früh genug begonnen werden, die größten Zuwachsraten dürften jedoch zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr liegen. Die koordinativen Fähigkeiten werden nur im Zusammenwirken mit den koordinativen Leistungsfaktoren Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit wirksam. Daher besteht auch ein positiver Zusammenhang zwischen der Qualität der Haltung und der Qualität der allgemeinen Bewegungskoordination.

Ein vielseitiges und variationsreiches Üben wirkt sich in vielfacher Weise positiv auf die sportliche Leistungsfähigkeit aus. Vielseitigkeit ist eine Art Lebensversicherung für Langzeiterfolge. Motorische Vielseitigkeit begleitet uns ein Leben lang.

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Michael Konsel, der wahrscheinlich beste Fußballtorhüter den Österreich je hatte, antwortete auf die Frage was seiner Meinung nach der entscheidende Erfolgsfaktor war, der ihn zu einem absoluten Toptorhüter verhalf, folgendes:

„Ich habe in meiner Kindheit bzw. Jugendzeit viele verschiedene Sportarten (Fußball, Wasserski, Tennis, Tischtennis, Eishockey usw.) ausgeübt, wobei ich einerseits meine Koordination verbessert habe und andererseits mehr als nur fußballspezifische Bewegungsmuster erlernt habe, die ich in untypischen Spielsituationen unbewusst sehr rasch abrufen konnte. Dies half mir, auch „unhaltbare“ Tore zu verhindern."

Eine Verbesserung der Koordination kann man neben der Ausübung vieler verschiedener Sportarten auch mittels eines Trainings auf instabilen Standplatten erreichen. Durch Variation des Trainings (z.B. Integration von Ballübungen usw.) kann die Koordination des gesamten Körpers sehr effektiv verbessert werden.

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